Seidenstraße in 100 Tagen - Individualreise mit täglicher Abreise, englischsprachige Reiseleitung, Tourverlauf veränderbar

Türkei - Iran - Turkmenistan - Usbekistan - Kirgistan - China

Istanbul - Bursa - Kutahya - Konya - Ihlara - Goreme - Kayseri - Sivas - Erzincan - Trabzon - Erzurum - Ercis - Van - Dogu Beyazid - Türkei/Iran Grenze - Khoy - Uremia - Tabriz - Maragheh - Zanjan - Hamadan - Kermanshah - Dezful - Ahwaz - Shiraz - Kerman - Yazd - Isfahan - Abyaneh - Tehran - Bastam - Mashhad - Sarakhs Grenze Iran/Turkmenistan - Mary - Merv - Ashgabat - Nokhur - Balkanabat - Yangy Kala - Turkmenbashi/Awaza - Darvaza - Dashoguz - Kunye Urgench - Hojaili - Grenze Turkmenistan/Usbekistan - Chiwa - Ayaz Kala - Buchara - Samarkand - Shachrisabz - Termez - Taschkent - Tschimgan - Kokant - Fergana - Adijan - Grenze Usbekistan/Kirgistan - Osch - Uzgen - Arslanbob - Kazarman - Son Kul See - Kyzyl Oy - Bischkek - Cholpon Ata - Issyk Kul See - Kochkor - Naryn - Tash Rabat - Torugart - Grenze Kirgistan/China - Kashgar - Kucha - Korla - Turfan - Liuyuan - Dunhuang - Jiayuguan - Zhangye - Xining - Qinghai See - Xiahe - Lanzhou - Xian - Peking



    Diese Reise kann man als "Experience of a Lifetime" bezeichnen. Wir bieten Ihnen eine Reise über die Seidenstraße von Istanbul bis Peking. Die Seidenstraße hatte viele Wege, es gab welche, die den Beginn in Syrien am Mittelmeer hatten, es gab Wege durch den Kaukasus, natürlich durch Pakistan und dann über Karakorum und Pamir nach China, es gibt eine südliche Route, die die Wüste Takla Makan im Süden umfährt, aber alle endeten in Xian. Unsere Reise führt Sie bis Peking, um das Erlebnis China zu komplettieren.
    Auf dieser Reise erleben Sie ähnlich einer dreimonatigen Weltumrundung mit dem Kreuzfahrtschiff viele unterschiedliche Orte, Völker, Mentalitäten, Landschaftsbilder und nicht zuletzt unterschiedliche Formen der Gastfreundschaft. Sie erleben unterschiedliche Wetter- und Umweltbedingungen, Zeitzonen, Klimazonen und Reisewege, sehen viele unterschiedliche Weltkulturerbe der Unesco und sehen, weshalb heute die Volksrepublik China so intensiv an der Realisierung ihrer Seidenstraße 2.0, der modernen Seidenstraße interessiert ist. Sie verbindet Menschen, Kulturen, Religionen und Schicksale, eine Reise, die Sie nicht vergessen werden.
    Ohne einen Inlandsflug oder Regionalflug erleben Sie diese Reise auf der Seidenstraße.
    Natürlich können Sie diese Reise auch in Etappen buchen, sagen Sie uns, wo Sie Ihr Erlebnis beginnen und beenden möchten.

    Tag 01 : Anreise nach Istanbul

    Ankunft in Istanbul. Transfer vom Flughafen oder vom Bahnhof (2019 kommt der Orient-Express aus Paris am 28.08. an) zum Hotel. Übernachtung in Istanbul.

    Tag 02 : Istanbul

    Heute werden Sie abgeholt zu einer Stadtbesichtigung mit Sultanahmet Platz, Byzantisches Hippodrom, Blaue Moscheee, Hagia Sophia, Topkapi Palast Museum und unterirdische Zisternen. Übernachtung in Istanbul.

    Tag 03 : Istanbul

    Sie werden abgeholt und fahren nach Eyüp zum Goldenen Horn, erklimmen den Pierre Loti Berg mit der Seilbahn, machen einen Spaziergang über den historischen Friedhof, fahren nach Minia Turk und am Nachmittag nach Eminönü zu einer Bosporus-Bootsfahrt. Übernachtung in Istanbul.

    Tag 04 : Istanbul - Bursa

    Nach dem Frühstück fahren Sie weiter um das Marmara-Meer nach Bursa. Besuch der Grünen Moschee und des Grünen Mausoleums. Übernachtung in Bursa.

    Tag 05 : Bursa - Kutahya

    Die Reise führt Sie weiter nach Eskisehir. Besichtigungen in Eskisehir. Er geht weiter nach Kutahya. Die Stadt hat eine 5.000 Jahre lange Geschichte und wurde von den nachfolgenden Völkern und Dynastien bewohnt und regiert: Hethiter, Phryger, Perser, Makedonier, Römer, Byzantiner, Seldschuken, Armenier, Griechen und Osmanen. Besuchen Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf den vergangenen Epochen. Übernachtung in Kutahya.

    Tag 06 : Kutahya - Konya

    Morgens Besichtigung der Felsengräber von Aslantas und Yilantas. Weiterfahrt nach Konya über Afyon. Übernachtung in Konya.

    Tag 07 : Konya - Ihlara

    Heute geht es bereits früh weiter nach Cumra zum Besuch der antiken Stadt Catalhöyük, die von der neolitischen Zeit zu den Hethitern und neueren Zivilisationen bestand. Sie kommen nach Kappadokien über Aksaray. Besuch der Karawanserei Sultanhani, die an der Seidenstraße lag. Dann fahren Sie weiter in das Ihlara Tal und besuchen es. Übernachtung in Ilhara in einem der Thermalhotels.

    Tag 08 : Ihlara - Goreme

    Weiterreise über Kaymakli nach Nevsehir. Besuch der unterirdischen Stadt Derinkuyu. Auf dem Weg nach Göreme besuchen Sie das Freilichtmuseum und einigen Kirchen in der Nähe Übernachtung in Göreme in einem Höhlenhotel.

    Tag 09 : Göreme

    Besichtigungen im Kirchental von Göreme mit Zelve, Uchisar und Ürgüp. Besuch von Töpfereien und Weinkellern. Übernachtung in Göreme.

    Tag 10 : Gäreme - Kayseri

    Morgens reisen Sie nach Pasabag zur Besichtigung. Dann weiter nach Sinascos (Mustafa Pasha) und Soganli zum Besuch der Felskirchen. Weiterreise durch die Serpentinen des Erciyes Gebirges nach Kayseri. Übernachtung in Kayseri.

    Tag 11 : Kayseri - Sivas

    Heute Fahrt über Kanis und Karum, die antiken Städte, die uns Aufschluß geben über den Handel der Hethiter, Assyrer und Babylonier, zu einer Karawanserei in Sultanhani an der Seidenstraße. Ankunft in Sivas um die Mittagszeit. Am Nachmittag sehen Sie die Karawansereien Behrampasa Hani (1573) und Teshan (18. Jh.). An der Strecke entlang der alten Seidenstraße geht es von Sivas nach Malatya zur Karawanserei Alacahan und am Abend kehren Sie zurück nach Sivas. Übernachtung in Sivas.

    Tag 12 : Sivas - Erzincan

    Vormittags führt die Tour nach Erzincan. Nach einer Mittagspause Besuch von Üzümlü und Altintepe, der ältesten Stadt der Uraratu Zivilisation. Der Wasserfall von Erzincan wird Sie ebenfalls beeindrucken. Übernachtung in Erzincan.

    Tag 13 : Erzincan - Trabzon

    Auf dem Weg nach Trabzon Besuch des Sumela Klosters in Macka. Am Nachmittag sehen Sie in Trabzon die St. Sophia Kirche in der Altstadt. Übernachtung in Trabzon, der Stadt am Schwarzen Meer.

    Tag 14 : Trabzon

    Ausflug zum Uzungöl Plateau, von hohen Bergen umgeben. Das Plateau gilt als Ausflugs- und Naherholungsziel für die Bewohner von Trabzon. Uzungöl heißt "Langer See", der wiederum entstand bei einem Erdrutsch, der das Bachbett des Haldizen-Baches allmählich in einen See verwandelte. Jetzt gibt es dort eine Nacherholungsinfrastruktur und die Gäste finden hier eine natürliche Umgebung, die Sie in der Stadt vermissen. In der Region wird auch Tee angebaut und Sie sehen eine der Tee-Manufakturen. Übernachtung in Trabzon.

    Tag 15 : Trabzon - Erzurum

    Abfahrt Richtung Bayburt und weiter nach Erzurum. Erzurum, armenisch "Ersrum" oder kurdisch "Erzirom" ist mit etwa 760.000 Einwohnern die größte Stadt Ostanatoliens und Hauptstadt der Provinz Erzurum im Osten der Türkei. Bei einem schweren Erdbeben 1939 wurde ein großer Teil des Altstadtzentrums zerstört. In der modern geplanten Stadt mit breiten Durchgangsstraßen blieben mehrere bedeutende Bauwerke aus der seldschukischen und osmanischen Zeit erhalten, die überwiegend zwischen dem 12. und 18. Jh. entstanden. Dazu zählen Medresen (Koranschulen), Moscheen, Grabbauten und eine Zitadelle auf dem Altstadthügel. Sie besuchen die Cifte Minare Moschee and Bedesten. Übernachtung in Erzurum.

    Tag 16 : Erzurum - Ercis

    Die Fahrt führt heute nach Horasan und von dort ein Stück entlang der alten Seidenstraße. Nach dem Besuch von Horasan geht es weiter nach Patnos. Am Nachmittag erreichen Sie Kot Tepe und sehen Girik Tepe, alte Urartu Siedlung. Nach Besichtigung der Sehenswürdigkeiten erreichen Sie Ercis. Übernachtung in Ercis.

    Tag 17 : Ercis - Van

    Nach dem Frühstück besuchen Sie die Überreste der Urartu Reiches: die Burg, Stadtmauer und die Felsengräber. Die Reise führt weiter mit Stopp am Muradiye Wasserfall nach Van. Am Nachmittag erreichen Sie Van. Der Siedlungshügel Tilkitepe (Fuchshügel) nahe der Stadt Van zeigt, dass die Gegend um 5000 v. Chr. schon besiedelt war.
    Die Geschichte der Stadt Van als Siedlung an der heutigen Stelle reicht knapp 3000 Jahre zurück. Unter dem Namen Tušpa (der Stadtkern um die Van Festung) war Van seit dem 9. Jh. v. Chr. die Hauptstadt des Urartäischen Reiches. Nach Kriegen gegen Assyrer, Kimmerer und Skythen ging das Königreich Urartu im 6. Jahrhundert v. Chr. unter. Im 11. Jahrhundert fielen die Seldschuken in Anatolien ein und übernahmen die Herrschaft über Van. Vom frühen 12. bis zum frühen 13. Jh. gehörte die Stadt zum Fürstentum der Ahlat-Schahs, danach fiel sie an die Ayyubiden. 1240 eroberten die Mongolen das Gebiet um Van. Im 14. Jahrhundert war Van Teil der Karakoyunlu und später des Timuridenreiches. Im 15. Jahrhundert geriet Van erneut in einen Konflikt zwischen den Reichen der Osmanen und der Safawiden. 1502 wurde Van von den Safawiden erobert. Übernachtung in Van.

    Tag 18 : Van

    Besichtigung des Archäologischen Museums und der Burg Van. Der ca. 100 m steil aufragende lang gestreckte Kalksteinrücken beherbergte die Zitadelle der urartäischen Residenz Tuschpa mit den Grabstätten der Herrscher. Die Befestigung lag strategisch hervorragend. Von hier aus konnte man das weite Hochplateau und den See gut überwachen. Wer die Zitadelle besetzt hielt, hatte das ganze Land unter Kontrolle. Übernachtung in Van.


    Tag 19 : Van

    Morgens Ausflug nach Gevas. Eine Bootstour führt Sie auf die Insel Achtamara im Van-See und dort zur Großen Kreuzkirche. Zurück am Ufer besuchen Sie Cavustepe, eine alte Urartu-Stadt. Dort sehen Sie die Oberstadt. Anschließend besichtigen Sie die Burg Hosap. Dann geht es zurück nach Van. Übernachtung in Van.

    Tag 20 : Van - Dogu Beyzid

    Heute geht es weiter zunächst nach Norden bis Dogu Beyazid. Dogu Beyazit, bis 1934 Beyazit, ist eine Stadt mit rund 115.000 Einwohnern in der Provinz Agri im äußersten Osten der Türkei. Die Stadt liegt in einer weiten Grasebene auf einer Höhe von 1625 Metern und lag an einer wichtigen Handelsroute, die Trabzon mit Täbris verband. Die Stadt Dogu Beyazit ist eine Siedlung mit einer langen Geschichte. Es liegt 15 km südwestlich des Berges Ararat , 93 km östlich der Stadt Agri und 35 km von der iranischen Grenze entfernt. Die Stadt liegt auf einer Ebene, die von einigen der höchsten Gipfeln der Türkei umgeben ist: Ararat (5.137 m), Kleiner Ararat (3.896 m), Tendürek Dagi (3.533 m), Kaletepe (3.196 m) Aridagi (2.934 m) und Göllertepe (2.643 m) ).
    Besuch des Ishak Pasha Palastes. Übernachtung in Dogu Beyzid.

    Tag 21 : Dogu Beyzid - Gurbulak - Grenze Türkei/Iran - Khoy

    Fahrt zur Iranischen Grenze. Gegen 10.00 Uhr Grenzübertritt. Ihr Fahrer verabschiedet Sie und auf der iranischen Seite werden Sie von Ihrem englischsprachige Driver-Guide begrüßt. Er wird Sie durch den Iran begleiten. Auf dem Weg nach Khoy besuchen Sie die Schwarze und die Stephanus Kirche, beides armenische Kirchen, die zum Unesco Weltkulturerbe gehören. Ankunft in Khoy. Übernachtung in Khoy.

    Tag 22 : Khoy - Uremia - Tabriz

    Weiterreise nach Uremia. Besuch der Jameh Moschee und des Uremia Bazar, auf dem Waren aus dem Grenzgebiet zwischen der Türkei, Irak und Iran verkauft werden. Die Tour führt Sie weiter zur Kalantary Brücke am Uremia Salzsee und im Laufe des Nachmittags erreichen Sie Tabriz und schlendern über den Bazar. Übernachtung in Tabriz.

    Tag 23 : Tabriz - Kandouvan - Maragheh

    Nach dem Frühstück Abreise zum Felsgrotten Dorf Kandouvan. Nach dem Besuch der Felsengrotten und seiner Häuser Weiterreise nach Marageh zum Besuch der Jame Moschee mit ihrem roten Dom. Übernachtung in Maragheh.

    Tag 24 : Maragheh - Takht-e Suleiman - Zanjan

    Nach einer kurzen Weiterfahrt erreichen Sie Takht-e Soleyman, den "Thron Suleymans" das größte Unesco Welterbe der Sassaniden nach Persepolis. Bei der Annäherung an den Takht fallen zuerst die mächtige Wehrmauer, die das gesamte Plateau umschließt, sowie die Abflüsse kalkhaltigen Wassers auf, die mehrere kleine Bachbetten geschaffen haben. Die größte Bedeutung hatte dieser Standort im 5. Jh. n. Chr., als der Sassaniden-Herrscher Khosrow I. Anushirvan (531-579) das "Reichsfeuer der Krieger", "Adhur Gushnasp", an diesen Ort verlegte. Es vertrat im sassanidischen Reich den Stand der Ritter und genoss als Symbol der Einheit des Reiches höchste Verehrung. Am späten Nachmittag erreichen Sie Zanjan. Übernachtung in Zanjan.

    Tag 25 : Zanjan - Hamadan

    Heute reisen Sie zum Besuch des Sultaniyeh Doms und zum Mausoleum von Avecinna ehe Sie Ihr Tagesziel Hamadan erreichen. Übernachtung in Hamadan.

    Tag 26 : Hamadan - Kermanshah

    Ausflug in das Ganj Nameh Tal. Das Tal erreicht man in südlicher Richtung, es liegt auf knapp 2.200 m Höhe an den Ausläufern des Alvand-Gebirges. In dem anschließenden Talkessel gibt es einen Wasserfall und südöstlich davon sind in die Felswand zwei Keilschrifttafeln eingeschlagen, die wegen des jahrhundertelang unverständlichen Inhalts dem Tal den Namen Ganj Nameh oder "Schatzbrief" gaben. Ganj Nameh ist als Unesco Weltkulturerbe eingetragen. Weiter geht es nach Bisotun. Aus der 1.300 m hohen Ebene ragen die schroff abfallenden Felsen von Bisotun bis zu 2.600 m in die Höhe. Dieser faszinierende Anblick muss von alters her die Reisenden beeindruckt haben. Die Felsbilder und Inschriften und das Umfeld des Bisotun Felsens sind seit 2006 als Unesco Weltkulturerbe geschützt. Abends erreichen Sie Kermanshah. Übernachtung in Kermanshah.

    Tag 27 : Kermanshah - Dezful

    Ausflug zum Besuch von Taq-e Bostan mit seinen Grotten. Hier steht eine sassanidische Anlage, bestehend aus Grotten und Reliefs, die bei einem Quellsee angelegt wurde. Fahrt nach Khoramabad und Besichtigung der Festung Falak-ol-Aflak. Dann erreichen Sie Dezful. Übernachtung in Dezful.

    Tag 28 : Dezful - Susa - Ahwaz

    Etwa 100 km nördlich von Ahwaz erreichen Sie Shushtar. Die sehenswerte Stadt am Karun-Fluss bestand als Siedlung bereits in elamischer Zeit und zeichnet sich durch bis in achämenidische Zeit zurückgehende Bewässerungssysteme aus. Diese Anlagen funktionieren noch heute und sind so meisterhaft gearbeitet, dass sie im Jahre 2009 von der Unesco als Weltkulturerbe registriert wurden. Weiter geht es nach Chogha Zanbil, was "korbförmiger Hügel" bedeutet und zur Zikkurat. Die als Unesco-Weltkulturerbe eingetragene Tempelanlage ließ der elamische König Untash Napirisha errichten. In Susa besuchen Sie den Palast Darius I. mit dem Apadana-Bau, das Susa Museum und Danial Prophet Mausoleum. Übernachtung in Ahwaz.

    Tag 29 : Ahwaz - Bishapur - Shiraz

    Morgens Weiterreise nach Südosten. Die Strecke führt parallel zur Küste des Persischen Golfes und das Land wird geprägt von Ackerbau und Viehzucht, wenngleich es etwas karg aussieht. Die Strecke auf gut ausgebauten Straßen ist heute ziemlich weit, aber Sie können zu kleinen Pausen jederzeit unterbrechen. Etwa 135 km vor Shiraz erreichen Sie Bishapur. Die Ruinen der sassanidischen Stadt Bishapur, das von König Shapur I. zwischen 260 und 266 n. Chr. gegründet
    wurde, erstrecken sich über eine Fläche von ungefähr 1.500 mal 1.100 m. Spätnachmittags erreichen Sie Shiraz. Besuchen Sie noch die Nasir Al-Molk Moschee und den Narenjestan Garten. Übernachtung in Shiraz.

    Tag 30 : Shiraz

    Ganztags Besichtigungen in Shiraz. Besuchen Sie noch die Nasir Al-Molk Moschee, Narenjestan Garten, das Hafez Mausoleum und den Vakil Bazar. Übernachtung in Shiraz.

    Tag 31 : Shiraz - Persepolis - Pasagadae - Naqsh-e Rostam - Shiraz

    Die Reise führt heute zu einigen der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Irans. Zuerst geht es zur Besichtigung der glanzvollen achämenidischen Residenzstadt Persepolis (UNESCO-Weltkulturerbe) und den Nekropolen von Naqsch-e Rostam, Naqsh-e Rajab und zum Grab Cyrus des Großen nach Pasargadae (Unesco Weltkulturerbe). Rückkehr nach Shiraz. Übernachtung in Shiraz.

    Tag 32 : Shiraz - Sarvestan - Kerman

    Heute geht es weiter nach Kerman. Stopp und Besuch der Jame Moschee in Neyriz und der Ruinen des Palastes Bahram V. in Sarvestan. Entlang des Salzsee von Bakhtegan erreicht man am späten Nachmittag Kerman. Übernachtung in Kerman.

    Tag 33 : Kerman - Rayen - Mahan - Kerman

    Tagesausflug: In Mahan Besichtigung des Grabmals des Sufi-Derwisches Nematollah-e Valli und des terrassenförmig angelegten Schahzadeh-Gartens. Weiter zur Lehmziegel-Zitadelle von Rayen, die nach der Zerstörung von Bam die größte noch erhalte Lehmburg im Iran ist. Übernachtung in Kerman.

    Tag 34 : Kerman - Yazd

    Vormittags Besichtigung des Bazaars und der Gandj Ali Khan-Anlage mit Karawanserai, kleiner Moschee und Badehaus-Museum in Kerman, anschließend interessante Fahrt vorbei an
    traditionellen Qanat-Anlagen zur Wasserversorgung, Pistazienfeldern und verlassenen Karawansereien nach Yazd. Dort Besichtigung Jameh Moschee und des Amir Chakhmaq Mausoleums. Übernachtung in Yazd.

    Tag 35 : Yazd

    Ganztags Besichtigungen in Yazd mit Jame Moschee, Feuertempel der Zaroastrier, Dowlat Abad Garten, Wassermuseum und Yazd Basar. Übernachtung in Yazd.

    Tag 36 : Yazd - Meybod - Naein - Isfahan

    Weiterreise nach Isfahan. An der Strecke Stopp und Besichtigungen in Meybod mit der Festung Narin, einer alten Karawanserei und dem Taubenturm. Weiter nach Naein mit der ältesten Freitags-Moschee Jame von 960, im Stil abbasidischer Pfeilermoscheen erbaut, und dem gegenüberliegenden Pirnia Herrenhaus von 1560, in dem ein ethnologisches Museum untergebracht ist. Übernachtung in Isfahan.

    Tag 37 : Isfahan

    Ganztägige Stadtbesichtigung zum Imam-Platz (UNESCO Weltkulturerbe) mit den Imam- und Scheich Lotfollah Moscheen und Ali Qapu Palast. Besuch der Vank Kirche, der Jame Moschee und des Chehel Sotoun Palastes. Dann Bummel durch den Basar. Am Abend Ausflug zur Khajou Brücke"über den Ewigen Fluss". Übernachtung in Isfahan.

    Tag 38 : Isfahan - Natanz - Abyaneh

    Heute reisen Sie nach Natanz und sehen die Jameh Moschee ehe Sie die Tour in das Dorf Abyaneh führt. Abyaneh ist ein malerisches Dorf, dessen rotbraune Lehmziegelhäuser sich in Stufen einen Hang entlang ziehen. Die Gassen im Zentrum führen durch einen umgebauten ehemaligen Feuertempel. Es gibt eine hübsche kleine Moschee mit Holzschnitzereien und türkisblauer Kuppel. Übernachtung in Abyaneh.

    Tag 39 : Abyaneh - Kashan - Tehran

    Reise Richtung Tehran bis nach Kashan. Besichtigung des Fin Gartens. Die Fin-Gartenanlage (Bagh-e Fin) ist 7,5 km vom Zentrum Kashans entfernt. Eine erste Gartenanlage soll bereits in Achämenidischer Zeit, im 6. Jh. v. Chr. bestanden haben. Die wunderschöne Anlage besticht durch ein Ensemble von Wasserbassins, Kanälen, Blumenbeeten, Ziersträucher und Bäume. In keiner anderen Stadt Irans gibt es so viele eng beieinander liegende traditionelle Bürgerhäuser wie in Kashan, Kashan war besonders durch den Teppichhandel eine Stadt reicher Kaufleute, was sich in der großzügigen Bauweise und der reichen Ausstattung ihrer Häuser ausdrückt. Besuch des Borujerdi Haus, einem der besten Beispiele. Besuch des Shah Zadeh Ibrahim Mausoleums. Am späten Nachmittag erreicht man Tehran. Übernachtung in Tehran.

    Tag 40 : Tehran

    Frühstück im Hotel. Besichtigungen in Tehran mit dem Golestan Palast und seiner Spiegelhalle, dem Sonnenpalast (Unesco Weltkulturerbe), Nationalmuseum, Juwelen- und Teppichmuseum. Übernachtung in Tehran.

    Tag 41 : Tehran - Bastam

    Die Tour führt Sie weiter nach Osten. Die alte Provinzhauptstadt Semnan, ca. 220 km östlich von Teheran gelegen, hat in ihrer langen Geschichte viele Eroberer gesehen. Mehrfach wurde sie zerstört, aber wegen ihrer Lage an der Seidenstraße immer wieder aufgebaut. Im Stadtgebiet rund um den Basar sind noch einige ältere Viertel mit interessanten Bauwerken erhalten. Als Wahrzeichen Semnans gilt das Alte Tor (Darvaze-ye Arg). Das Tor bildete im 19. Jahrhundert den Eingang zur Stadtfestung. Die alte Freitagsmoschee von Semnan gegenüber dem Basar, aus der sich noch ein schöner Stuck-Mehrab erhalten hat, geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Im 15. Jahrhundert wurde sie von dem Timuriden Shahrokh ausgebaut, der große Iwan trägt eine Widmung mit seinem Namen. Das alte, gut 20 Meter hohe Minarett der Moschee steht ein Stück entfernt. Die Fahrt geht weiter nach Damghan. Etwa 110 Kilometer östlich von Semnan liegt mit Damghan eine der vermutlich ältesten Städte Irans, deren Gründung der Legende zufolge auf Houshang, einen der mythischen Herrscher aus dem "Shahnameh", zurückgeht. Das bekannteste Bauwerk von Damghan ist die berühmte Moschee Tarik Khaneh. Durch ihr hoch aufragendes Minarett ist sie schon von Weitem sichtbar. Es geht weiter nach Shahroud. Shahroud ist Ausgangspunkt für die Besichtigung von Bastam mit dem berühmten Grabmal von Sheikh Bayazid Bastami, einem der Begründer der sufischen Richtung des Islam. Bastam liegt etwa 7 km nördlich von Shahroud. Das malerische alte Städtchen, dessen Geschichte bis in die vorislamische Zeit zurückreicht, ist noch heute von einer Lehmziegelmauer umschlossen. Im südlichen Teil der Stadt liegt ein Komplex, bestehend aus einer Moschee und mehreren Grabbauten, die jährlich Hunderttausende von Pilgern anziehen. Übernachtung in Bastam.

    Tag 42 : Bastam - Mashhad

    Fahrt über Sabzevar und Neishabour nach Mashhad. Besichtigung des Grabmals von Omar e Khayyam, Mahrough Garden und Mausoleum von Mohammed Mahrugh und einer alten Karawanserei. Übernachtung in Mashhad.

    Tag 43 : Mashhad

    Ganztages Besichtigungen in Mashhad mit dem Grabmal des berühmten Dichters Ferdowski, dem Nader Shah Mausoleum, der Gohar Shad Mosche und des Razavi Museums. Die heiligste Moschee Irans - Imam Reza - darf man offiziell nur von außen besichtigen. Ihr Reiseleiter wird jedoch versuchen, mit Ihnen auch ins Innere zu gelangen. Das ist durchaus möglich, aber abhängig von der aktuellen Situation. Übernachtung in Mashhad.

    Tag 44 : Mashhad - Sarakhs - Grenze Iran/Turkmenistan - Mary

    Morgens Weiterreise. Die Fernstraße von Mashhad zur turkmenischen Grenze und weiter nach Mary entspricht in ihrem heutigen Verlauf der uralten Karawanenstraße nach Zentralasien. Einige alte Karawansereien, die früher im Abstand von einem Tagesmarsch angeordnet waren, stehen noch heute. Nach etwa 60 km erreicht man den iranischen Grenzort Sarakhs. Nach dem Grenzübertritt von Iran nach Turkmenistan gegen 11.00 Uhr morgens erwartet Sie der Wagen und Fahrer mit dem Reiseleiter aus Turkmenistan. Die Reise führt weiter nach Mary. Mary ist die zweitgrößte Stadt in Turkmenistan und liegt etwa 350 km von Ashgabat entfernt. Es ist Mary Velayat, bekannt als die Provinz Margiana in antiker Zeit. Mary (Merv) war bekannt als "Perle des Ostens" und war die zweitwichtigste Stadt des Islam nach Baghdad im 8. bis 13. Jahrhundert ehe die Region von den Mongolen erobert wurde. Übernachtung in Mary.

    Tag 45 : Mary - Merv - Mary

    Sie erreichen das antike Merv. Besuchen Sie das riesige Areal des alten Merv. Neben Bagdad, Damaskus und Kairo war Merw einst eine der größten Städte in der islamischen Welt und ein wichtiges Zentrum an der Seidenstraße. Das Ruinenfeld, welches die Besucher heute vorfinden, wird umgeben und durchzogen von endlosen Mauern aus Lehmziegeln oder Stampflehm und umfasst etwa 120 Quadratkilometer. Merv ist in seiner Anlage einzigartig. Die Stadt besteht aus einer Reihe mehrerer, im Laufe der Jahrhunderte erbauter Städte. Da die einmal verlassenen Städte nicht mehr besiedelt wurden. entstanden gewissermaßen "Zeitkapseln", die die Geschichte der einzelnen Siedlungsperioden wiedergeben. Die älteste Stadt ist Erk Kala, eine zwölf Hektar große Wohnsiedlung mit Zitadelle und Befestigungsmauern aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Unter dem Seleukiden Antiochus I. wurde Erk Kala die Zitadelle der neuen Stadt Giaur Kala. Die Seldschuken fügten dem bereits vorhandenen Ensemble wiederum ein neue Stadt hinzu - Sultan Kala. Im späten Mittelalter wurde Adullah Khan Kala, im 18. Jahrhundert Bairam Ali Kala angefügt. Sie besichtigen die wichtigsten Plätze des alten Merv und sehen dabei die restaurierten Mausoleen der Sultane Sanjar und Muhammed ibn-Zeyd. Anschließend geht es zurück nach Mary und Sie erkunden das Museum mit einem Modell des gesamten Areals. Anschließend bummeln Sie über den Markt in der Innenstadt. Übernachtung in Mary.

    Tag 46 : Mary - Ashgabat

    Heute reisen Sie weiter nach Norden und besuchen an der rund 360 km langen Strecke in die Hauptstadt Ashgabat die historischen Orte Abiverd und Annau. Transfer zum Ihrem Hotel und Zeit zur freien Verfügung. Übernachtung in Ashgabat.

    Tag 47 : Ashgabat

    Stadtbesichtigung in Ashgabat. Ashgabat - die Stadt in der Wüste. Die von vielen Erdbeben (1893, 1895, 1929, 1948) heimgesuchte Stadt gehört heute zu den modernsten in Zentralasien. Seit Anfang der 1990er Jahre erhielt die Stadt durch zahlreiche Neubauten aus Stahlbeton und Glas, weitgehend gegen Erdbeben gesichert, ein ganz neues Gesicht. Schattige Alleen, Parklandschaften mit dichten Blumenrabatten und Springbrunnen lassen einen vergessen, wie trostlos die Umgebung von Ashgabat ist: Im Süden die nahezu vegetationslosen Ausläufer des Kopet-Dagh, im Norden die Wüste Karakum. Besuch des Neutralitäts-Bogens, des Präsidenten-Platzes, des Lebensmittelmarktes Gulistan, des Lenindenkmals, der Ertogrul Ghazy Moschee und des Unabhängigkeitsdenkmals. Das Nationalmuseum der Geschichte und das Ethnografische Museum sind ebenfalls Besuchspunkte Ihrer Tour. Übernachtung in Ashgabat.

    Tag 48 : Ashgabat - Nissa - Ashgabat

    Der heutige Vormittag ist der Parthischen Hauptstadt Nissa gewidmet. Die alte Stadt Nissa, etwa 12 Kilometer westlich von Ashgabat, war einst eine königliche Residenz, bis sie Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr. verlassen wurde. Auch wenn es nur Ruinen sind, die einen Besucher von Nissa im Schatten des Kopet-Dagh-Gebirges erwarten, so ist eine Besichtigung doch in jedem Fall zu empfehlen. Besonders angenehm ist es, die einst so mächtige Königsburg, deren Silhouette nahezu 50 Meter hoch aufragt, am Spätnachmittag aufzusuchen, um im Licht der untergehenden Sonne durch die ehemaligen Hallen und Räume der parthischen Festung zu wandern. Einige der hier gemachten Funde - z. B. 17 Rhyta, Skulpturen - werden im historischen Museum von Ashgabat ausgestellt, wo sie ergänzend einen besonders guten Einblick in das Leben einer königlichen Residenz vor rund 2.000 Jahren vermitteln.
    Nachmittags Besuch der Sehenswürdigkeiten von Archabil Shayoly (Berzengi), der Neustadt von Ashgabat mit seinen modernen Gebäuden, Monumenten und Parks wie dem Gesundheitsweg von Turkmenbashy, dem Friedensbogen, dem Verfassungsmonument, dem Alem Kultur-Zentrum. Abends Spaziergang durch den Park der Inspiration "Ylham Seyilgahi" mit unterschiedlichen Kunstobjekten, verschiedenfarbigen Beleuchtungen und einem großartigen Ensemble von Wasserfontänen. Übernachtung in Ashgabat.

    Tag 49 : Ashgabat - Geokdepe - Kow Ata See - Nokhur Mountain Village

    Weiterreise über 190 km zum Bergort Nokhur entlang der Täler Geokdere und Julge in den Kopetdag Bergen. Das Geokdere Tal soll nach einem Regierungsprojekt in den nächsten Jahren zu einem Erholungsgebiet für die Hauptstadt ausgebaut werden. Unterwegs Besuch der Saparmyrat Khadji Moschee und der Geokdepe Festung, jetzt ein Museum. Stopp am unterirdischen See Kow Ata in einer großen Grotte gelegen, 250 m lang, 25 m breit und 60 m tief, wobei der See 75 m x 23 m Ausdehnung hat. Sie erreichen ein lokale private Stuten-Farm, wo Achal-Tekkiner - die älteste Pferderasse der Welt - gezüchtet werden. Es sind hervorragende Zuchtpferde von unverwechselbarer Schönheit und Schnelligkeit sowie Treue und Genügsamkeit. Ein geschütztes Naturerbe. Das Dorf Nokhur liegt im Südwesten Turkmenistans, in den Tälern des Kopetdag-Gebirges. In Nokhur haben sich für Turkmenistan einzigartige Sitten und Gebräuche erhalten. Die Bewohner behaupten von sich selbst, Nachfahren der makedonischen Eroberer zu sein. Tatsächlich kann man hellhäutigen Menschen mit Blauen Augen und rötlichen Haaren begegnen. Sie werden heute Nacht Gäste bei einer Familie sein. Übernachtung in Nokhur.

    Tag 50 : Nokhur - Balkanabat

    Fahrt nach Balkanabat mit Unterbrechung am Paraw Bibi Schrein. Einige hundert Meter hoch in einem Felsmassiv gelegen, besteht der Schrein heute aus einem Gebäude, das einem Mausoleum gleicht (historische Quellen sprechen von einer Moschee). Am Fuße des Berges befindet sich ein einstöckiges Haus, das als Pilgerherberge (mihmanhana) dient. Eine überdachte Plattform wird als Versammlungs- und Essplatz genutzt. In der Nähe des Gästehauses sind die Ruinen der alten Stadt Ferava, auch Afraw genannt, aus dem 9. Jahrhundert zu sehen. Alte Quellen berichten, dass die Stadt einst eine arabische Grenzfestung war, die zur Verteidigung gegen die vorrückenden Oghusen diente und später ein florierender Handelsplatz an der Straße nach Choresm wurde. Die Reise führt Richtung Norden bis nach Balkanabat.

    Tag 51 : Balkanabat - Yangy Kala

    Weiter nördlich erheben sich wie aus dem Nichts beeindruckende Kalksteinfelsen - Jangy Kala. Wahrscheinlich handelt es sich bei diesen Felsen um Überreste riesiger Korallenriffe aus dem Urmeer Tetis. Deutlich sind die unterschiedlichen Schichten zu sehen. Im unteren Bereich sind die Felsen rötlich-orange gefärbt, darüber fast strahlend weiß. Besonders bei Sonnenuntergang bietet diese mehrere Quadratkilometer große Landschaft ein einmaliges Spektakel. Die Felsen erreichen eine Höhe von 150 bis 200 m. Auf dem Plateau können versteinerte Muscheln und Ammonite wie am Strand gesammelt werden. Vom Plateau bietet sich ein phantastischer Blick hinab in die Canyons. Übernachtung im Zelt.

    Tag 52 : Yangy Kala - Turkmenbashi - Awaza

    Heute führt die Tour weiter nach Turkmenbashi, dem administrativen Zentrum des Welayates Balkan. 600.000 Menschen leben in der 560 km von Ashgabat entfernten Stadt am Kaspischen Meer. Im Jahre 1717 entstand hier eine erste Siedlung, als russischen Truppen unter der Führung von Prinz Alexander Bekovich anlandeten mit dem Vorhaben, weiter nach Chiwa zu ziehen. Der Ort war ideal, denn das alte Bett des Amu Darja, der einst in das Kaspische Meer mündete, bot den besten Weg, die Wüste Karakum zu durchqueren. Die Mission scheiterte und erst 150 Jahr später betraten die Russen wieder dieses Terrain. 1869 landeten wieder russische Truppen und bauten die Festung Krasnovodsk ("Rotes Wasser"). Die Festung wurde zur Operationsbasis gegen das feindliche Khanat von Chiwa und zur Unterwerfung der turkmenischen Stämme. Mit dem Bau der Transkaspischen Eisenbahn im Jahre 1884 wurde Krasnodovsk auch zum bedeutenden Warenumschlagplatz. Mit den Ölfunden im Kaspischen Meer wurde Turkmenbashi zum Ölhandelsplatz, die größte Ölraffinerie Turkmenistans befindet sich hier. Heute ist Turkmenbashi ein beliebtes Ferienziel für die Turkmenen. Das Wasser des Kaspischen Meeres ist sauber. Etwa 10 km von der Stadt liegt das Gebiet "Awaza", ein Touristen-Resort, das in den nächsten Jahren große Investionen in einer "Sonderwirtschaftszone" erwartet mit dem Bau von Hotels, Resorts, Spas und - wie man munkelt - Casinos. Derzeit ist es noch recht beschaulich mit einigen Hotels oder Wochenendhäusern und Bungalows. Übernachtung in Awaza.

    Tag 53 : Turkmenbashi/Awaza

    Vormittags entdecken Sie Turkmenbashi, das "San Francisco von Turkmenistan" mit dem Basar, Museum, Russische Orthodoxe Kirche und Denkmal der japanischen POW's (Kriegsgefangene). Am Nachmittag haben Sie die Gelegenheit zum Sonnenbaden oder zu einer Runde Schwimmen in Kaspischen Meer. Übernachtung in Turkmenbashi/Awaza.

    Tag 54 : Turkmenbashi - Ashgabat (Bahn)

    Morgens Freizeit zur Entspannung am Meer in Awaza. Nachmittags Fahrt zum Bahnhof. Das Bahnhofsgebäude ist ein hübscher, verspielter Bau aus dem 20. Jahrhundert. An Bord des Nachtzuges verlassen Sie gegen 16.00 Uhr die Stadt zur Fahrt nach Ashgbat. Übernachtung an Bord in 4-Bett-Abteilen.

    Tag 55 : Ashgabat - Darwaza

    Ankunft am Bahnhof von Ashgabat gegen 07.30 Uhr. Abholung und Frühstück in einem Hotel, wo auch die Möglichkeit zu duschen und etwas Ausruhen besteht. Von Ashgabat geht es nördlich durch die Wüste Karakum über die Oase Erbent zu einer Nomaden-Siedlung (es sind immer wieder unterschiedliche Familien, die sich dort einige Zeit aufhalten und dann weiterziehen) namens Bokurdak. Sie lernen das Leben in der Siedlung kennen, die umgeben ist von den Sanddünen der Karakum Wüste. Beobachten Sie die Nomaden beim Schafe scheren, beim Weben der Wolle und der Herstellung von Kleidung, sehen Sie beim Brot backen zu oder beim Kamele melken und kosten Sie "chal", ein Getränk aus Kamelmilch. Nachmittags weiter nach Norden mit Stopp zum Fotografieren in den Sanddünen bis nach Darwaza. In der Nähe der ehemaligen Siedlung Darwaza, nördlich von Erbent, ist inmitten der Wüste Karakum eine besondere Attraktion zu bewundern. Auf der Suche nach Erdgas wurden hier in den siebziger Jahren Explorationsarbeiten ausgeführt. Das Gestein an der Bohrstelle war instabil und stürzte während dieser Arbeiten ein. Es entstand ein Krater mit einem Durchmesser von etwa 200 m und einer Tiefe von ca. 50 m. Aus hunderten Spalten im Gestein tritt Erdgas aus. In den folgenden Jahren verendeten viele Tiere in der Umgebung der Kraters. Entweder starben sie an Gasvergiftungen, oder sie stürzten in den Krater, der bis an die Abbruchkante bewachsen ist. Wie sich das ausströmende Gas entzündete, weiß niemand mehr ganz genau, es existieren verschiedene Geschichten. Am wahrscheinlichsten ist jedoch die Geschichte vom Viehhirten, der, um weitere Verluste in seinen Herden zu vermeiden, einen brennenden Autoreifen in den Krater warf. Sofort entzündeten sich an den Austrittsstellen des Gases Feuer, die bis heute brennen. Seither halten sich die meisten Tiere vom Krater fern. Es wurden bislang keine Versuche unternommen, die Feuer zu löschen. Besonders in der Nacht bietet der brennende Krater ein gigantisches Schauspiel. Bereits von einigen Kilometern Entfernung ist der Feuerschein zu sehen. An der Abbruchkante stehend, könnte man meinen, direkt in die Hölle zu blicken. Hunderte, vielleicht auch tausende kleine und größere Feuer lodern. In sicherer Entfernung übernachten Sie in einem Zeltcamp.

    Tag 56 : Darwaza - Dashoguz

    Nach dem Frühstück im Camp führt Sie die Reise weiter nach Norden. Etwa 30 km vor Dashoguz erreichen Sie die Festung Izmukshir. Besichtigung und es geht nach Dashoguz. Lernen Sie etwas mehr von dieser Grenzstadt kennen, die sich mehr und mehr zu einem Marktflecken zwischen Turkmenistan und Usbekistan entwickelt. Zeit zu einem Spaziergang durch die Innenstadt. Übernachtung in Dashoguz.

    Tag 57 : Dashoguz - Konye Urgench - Hojaili - Grenze Turkmenistan/Usbekistan - Chiwa

    Morgens führt die Reise weiter nach Konye Urgench. Die Stadt, die früher den Namen Gurgandsch trug, war bereits im 1. Jahrhundert nach Christus ein bedeutendes Zentrum an der nördlichen Route der Seidenstraße, die zum Kaspischen Meer und nach Russland führte. Zu Beginn des 8. Jahrhunderts wurde die Stadt von Arabern erobert, die den Islam ins Land brachten. 995 gelang es dem Emir Mahmun, das Land Choresm zu einen. Er machte Gurgandsch zu seiner Hauptstadt. Zahlreiche prächtige Paläste, Moscheen, Mausoleen, Koranschulen und Bibliotheken wurden gebaut und machten Gurgandsch zu einem Zentrum der islamischen Welt. Ab 1221 war die Stadt in mongolischer Hand und hieß nun Konye Urgench, das 2005 von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Fahrt nach Dashoguz und Erledigung der Formalitäten an der Grenze von Turkmenistan zu Usbekistan. Ihre Reiseleitung erwartet Sie und die Reise geht weiter nach Chiwa. Übernachtung in Chiwa.

    Tag 58 : Chiwa

    Ganztags Besichtigungen in Chiwa. Die Altstadt von Chiwa hat ihren orientalischen Charakter bis heute bewahrt und ist ein großes Freilichtmuseum, das zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Besonders sehenswert sind die Festung Kohne Ark und der Stadtpalast Tasch Hauli, dessen Wände mit chiwanesischen Ornamenten verziert sind. Seine Säulenhalle gehört zu den künstlerischen Meisterwerken der Stadt. Daneben finden wir in den uralten engen Gassen zahlreiche Medresen, Paläste und Moscheen, darunter die Dschuma Moschee, deren Kassettendecke von 213 geschnitzten Holzsäulen getragen wird und das berühmte Minarett Kalta Menar. Das Minarett erreicht bei einem Durchmesser von 14,8 m eine Höhe von 28 m und markiert die Silhuette der Stadt. Übernachtung in Chiwa.

    Tag 59 : Chiwa - Toprak Kala - Ayaz Kala - Chiwa

    Frühstück. Ausflug in die Wüste Kyzyl Kum. Als erstes erreichen Sie etwa 30 km nordöstlich von Biruni auf der rechten Seite des Amu Darja Flusses die ehemalige Königsstädte Toprak Kala und Ayaz Kala. Toprak Kala mit seinem rechtwinkligen Grundriss von 550 x 350 m entstand im 1.-5. Jh. ist das bedeutendste Denkmal in Choresm aus der Kuschanzeit. Im Nordwesten der ursprünglichen Stadt sind noch die Ruinen des Palastes des Herrschers zu sehen. Durch die Wüsten- und Steppenlandschaft erreichen Sie gegen Mittag ein Yurten-Camp. Sie haben Gelegenheit, das Leben der Nomaden zu sehen, ihren Umgang mit den Tieren und wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten. Rückkehr nach Chiwa. Übernachtung in Chiwa.

    Tag 60 : Chiwa - Buchara

    Etwa 430 Kilometer durch Halbwüsten und Steppen fahren wir nach Buchara. Entlang dem Amur Darja, dem lebenswichtigen Strom in Zentralasien, führt uns die Straße in Richtung Süden durch die Wüste Kizil - Kum. Nach Ankunft in Buchara am frühen Abend, unternehmen wir unseren ersten entspannenden Stadtrundgang durch die Stadt, die den Beinamen "Wiege der Weisheit" trägt.
    Übernachtung in Buchara.

    Tag 61 : Buchara

    Nach dem Frühstück spazieren wir durch Buchara und genießen die zauberhafte Atmosphäre der schönen Altstadt, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Mitten in der Stadt auf einem Hügel erhebt sich die Zitadelle Ark, einstiger Palast der Herrscher von Buchara. Wir besichtigen das Wahrzeichen der Stadt - das Minarett Kalan, die gleichnamige Moschee und die sich anschließende Medresse Mir-e Arab. Außerhalb der Stadt liegt das Mausoleum der Samaniden, das früheste bekannte Grabmal einer Persönlichkeit der islamischen Welt. Wir werden die bedeutendsten Gebäude und Moscheen Bucharas sehen und das rege Treiben in den Gassen und auf den Plätzen beobachten und genießen können. Traditionelles Abendessen in einer Familie. Sie werden es nicht bereuen, die Auswahl ist reichlich. Übernachtung in Buchara.

    Tag 62 : Buchara

    Buchara zählt seit 1993 zum Weltkulturerbe der UNESCO und konnte sein altorientalisches Flair bis heute nicht nur bewahren, sondern auf beispielhafte Weise auch pflegen. Vormittags besichtigen wir den Sommerpalast Setare-je-Mah-e Chase, dessen Name "die Sterne, die sich dem Mond ähneln" bedeutet. Der Palast wurde Ende des 14. Jh errichtet und gehörte damals dem letzten regierenden Emir von Buchara, Said Alim Khan. Anschließend schlendern wir durch den Basar und genießen die lebendige Atmosphäre der alten Handels- und Karawanenstadt. Nachmittags bleibt uns genügend Zeit um weitere wichtige Bauwerke dieser wunderschönen Stadt zu besichtigen, oder um das geschäftige Treiben der Schuster, Scherenmacher, Messerschmiede und anderen Handwerkern in den engen Gassen der Altstadt zu beobachten. Übernachtung in Buchara.

    Tag 63 : Buchara - Samarkand

    Wie einst die Karawanen bahnen wir uns den Weg nach Samarkand. Dann kommen die türkisblauen Kuppeln von Samarkand in Sicht. Nach der Ankunft Mittagspause und erste Besichtigungen in der Stadt: Gur Emir Mausoleum und Ensemble Registan. Übernachtung in Samarkand.

    Tag 64 : Samarkand

    Die Stadt der Märchen aus 1001 Nacht, galt in Mittelalter als eine der schönsten Städte der Welt und hat bis heute nichts von ihrem Reiz verloren. Wir beginnen unseren Stadtrundgang mit der Besichtigung des Registan-Platzes und seinen drei Koranschulen Schir-Dor, Tillja-Kari und Ulug-Bek, welche zu den ältesten Medresen Zentralasiens gehören. Beeindruckend ist ebenfalls das palastartige Mausoleum Gur Emir, des Mongolen Herrschers Timur. Seit Jahrhunderten grüßt die melonenartige Grabkuppel den Reisenden. Ebenso interessant ist das Observatorium des berühmten Astronomen Ulugbek. Nachmittags laden uns weitere interessante Bauwerke, wie z.B. die Bibi Xanum Moschee, die im 14. Jh. eines der größten Bauwerke ihrer Art in der islamischen Welt war, zum Besuch und Verweilen ein. Anschließend besichtigen wir die Gräberstadt Schah-e Zinda. Die Wallfahrtsstätte, deren Betreten noch zu Beginn des 20. Jh. Andersgläubigen verboten war, beherbergt nicht nur ein Mausoleum sondern eine ganze Straße von Grabbauten. Anschließend besuchen wir eine Seidenteppichmanufaktur, die zu den ältesten in Usbekistan zählt. Wie früher wird die Seide per Hand von Frauen bearbeitet. Zur Färbung der Seidenfäden werden heute noch natürliche Farbstoffe wie z. B. Walnussschalen, Krappwurzeln, Indigo, Zwiebeln und Safran benutzt. Übernachtung in Samarkand.

    Tag 65 : Samarkand - Shahrisabz - Termez

    Fahrt von Samarkand nach Shakhrisabz. Besichtigungen in Shakhrisabz mit dem Oq-Saray Palast, von dem nur die Ruinen des Portaleingangs vom Sommerpalast Timurs erhalten blieben. Die Übersetzung "weißer Palast" ist leicht irreführend, denn er war himmelblau. Die Bezeichnung "Oq" wurde hier nicht in direkter Bedeutung, sondern übertragen genutzt, und so bedeutet es dann "erhaben", "aristokratisch". Timurs Panegyriker Sherif ed Din Ali Yedzi schreibt, dass die Welt kein ähnliches Bauwerk gesehen habe, das seine Spitze von der Erde bis zur Höhe des Himmelsgewölbes streckt, und fügte hinzu: man gab ihm den Ehrennamen "Weißer Palast". Folgt man der alten Seidenstraße, heute Ipak Yuli ko'chasi, Richtung Süden, kommt man, nachdem man den Basar passiert hat, nach etwa 10 Minuten zum Ensemble Dorut Tilovat. Die blaue Kuppel der Ko'k-Gumbaz-Moschee (1435) sticht sofort ins Auge. Die Inschrift im Portal zeugt davon, daß sie durch Ulug'bek im Namen seines Vaters Scharuch errichtet wurde. Einst diente sie als Freitagsmoschee von Shakhrisabz. Heute ist nur noch der Zentralraum in Form eines großen Kuppelhauses mit nach Osten gerichtetem Portal erhalten. Die Gebetsnische kann man in der Westwand sehen. Die Weiterfahrt nach Termez ist landschaftlich reizvoll, es wird bergig, aber die Straße bleibt in gutem Zustand. Bei gutem Wetter kann man das Pamir-Gebirge sehen. Bei Derbent kommt man über einen Pass, der das Eiserne Tor genannt wird. Ankunft in Termez. Übernachtung in Termez.

    Tag 66 : Termez - Taschkent

    Besichtigung des Archäologischen Museums. Dann sehen Sie Kara Tepe: Die Erhebung Kara Tepe (Schwarzer Hügel), ein Hügel aus Sandstein, der nicht weit von der Kala - der Zitadelle - von Alt Termez liegt. In den ersten Jahrhunderten nach Christus wurde der Hügel von Buddhisten für die Gründung eines Klosters genutzt, dessen Räume zum Teil aus den Felsen herausgeschlagen wurden, zum Teil an seinen Hängen und auf seinen Gipfeln gebaut wurden. Es geht zu Fajaz Tepe, ein anderes buddhistisches Kloster, lag im Nordwesten der Stadtmauern des kuschanischen Termez. Im 1. und 2. Jahrhundert errichtet, wurde es schon im 3. Jahrhundert verlassen. Im 5. Jahrhundert dienten die Ruinen den Hephtaliten als Begräbnisstätte. Auch hier legen Ausgrabungen den Stil der kuschanisch-baktrischen Architektur, Bildhauerei und Malerei frei. In einem Kloster solchen Types (Sangarama) wurden Reliquien aufbewahrt. Weiter zum Zurmala-Turm, nordöstlich der Festungsmauer des kuschanischen Termez. Er besteht aus luftgetrockneten Lehmziegeln und sieht etwas deformiert aus. Früher hatte er einen Durchmesser von 14,5 Metern und war 16 Meter hoch; er stammt aus der Epoche der Großen Kuschan. Anschließend Al-Hakkim Al Termez: In den letzten Jahren sind die Architekturkomplexe renoviert und teilweise wiederaufgebaut worden, was sie manchmal zu neu aussehen läßt. Der Komplex des Hakkim al Termez befindet sich auf dem Territorium von Alt-Termez. Abu Abdullah Mohammed ibn Ali ibn Hussein al Hakkim al Termezi war der Begründer des Derwischordens der "Hakkimi". Im Volk hieß er "Termez-Ata", Vater von Termez, und wurde wie der Schutzpatron der Stadt vereehrt; er galt als der Weise von Termez. Besuch der Festung Kyrk Kyz (40 Jungfrauen), sie befindet sich in der Nähe der Sultan-Saodat-Mausoleen. Der Sage nach ist die Festung mit jungfräulichen Amazonen verknüpft. Wahrscheinlich handelt es sich aber um eine Stadt der Samaniden, denn ein alter Name nennt den Ort Shaxri Saman. Offenbar stand hier eine monumentale Sommerresidenz mit 50 Räumen und mehreren Ayvonen. Wegen der noch teilweise erhaltenen 55 Meter langen Mauern ist die Festung gut zu erkennen. Zwar sind die einstigen zwei Etagen längst zu einer verschwommen und auch das Dach ist nicht mehr da, dennoch bekommt man einen Eindruck von einem Schloß aus der sogdischen Zeit. Am Nachmittag Rückfahrt nach Taschkent. Übernachtung in Taschkent.

    Tag 69 : Taschkent

    Heute beginnen wir die Reise mit einem Rundgang durch die Altstadt von Taschkent. Wir spazieren über den Basar, wo wir uns einen ersten Eindruck über die faszinierende orientalische Welt verschaffen können. Wir besuchen die Medrese Kukaldash und die sehr sehenswerte Medrese Barak Khan aus der zweiten Hälfte des 16. Jh. Danach gehen wir zum Mausoleum Kaffal Shashi, welches ebenfalls im 16. Jh. errichtet und wiederholt umgebaut wurde. Nach unserem Spaziergang durch die Stadt besichtigen wir das berühmte Navoi Opern- und Ballett- Theater und das Museum für angewandte Kunst, welches ungefähr 4500 Ausstellungsstücke des usbekischen Kunsthandwerks aus dem 19. und 20. Jh. beherbergt. Übernachtung in Tschkent.

    Tag 70 : Taschkent - Ausflug inst Gebirge

    Dieser Tag in Usbekistan steht ganz unter dem Zeichen der Natur. Nach dem Frühstück fahren wir in das Tschimgan-Gebirge, das sich etwa 90 km östlich von Taschkent befindet. Die Westausläufer des Tianshan haben auch den Namen Chatkal-Gebirge und bilden den gleichnamigen Nationalpark. Wir fahren zur Höhe 1500 m, mit der Seilbahn geht es auf eine Höhe von 1.800 Metern, von wo wir die Schönheit der Natur noch mehr bewundern können. Schließlich werden wir zur ersten Seilbahnstation (1500 m) zu Fuß heruntersteigen. Unterwegs machen wir Picknick. Von da sehen Sie die Tschimgan Bergspitze (3.338 m). Am Nachmittag fahren wir zurück nach Taschkent. Übernachtung in Taschkent.

    Tag 71 : Taschkent - Kokand - Fergana Tal

    Etwa 240 Kilometer südöstlich von Taschkent erstreckt sich die größte, reichste und am dichtesten besiedelte Oase von Zentralasien - das Fergana-Tal. Berglandschaften und idyllisch gelegene Seen, zahlreiche Obst- und Gemüseplantagen, Wälder von Maulbeerbäumen und weite Baumwollfelder erwarten uns im "Garten Usbekistans". Das Fergana-Tal ist aber auch historisch gesehen ein hochinteressantes Gebiet, nämlich der nördliche Teil des alten Sogd. Schon in dem mehr als 2.000 Jahre alten indischen Epos "Mahabharata" wird Bewohnern dieser Region Beachtung geschenkt, hier befindet sich das berühmte Alexandreia-Eschata, das spätere Leninabad und heutige Chodschand (Tajikistan); durch dieses Tal führte die Große Seidenstraße von Samarkand nach Kashgar und auch die Kunst des Islam hat hier ihre Spuren hinterlassen. Die Reise geht zuerst nach Kokand. In der ersten Hälfte des 19. Jh. war die Stadt ein wichtiges Handelszentrum und mit mehr als 300 Moscheen der religiöse Mittelpunkt des Fergana-Tals. Heute ist sie der Hauptverkehrsknotenpunkt dieses Tals. Wir schlendern durch die Stadt und besichtigen den Khudajar Khan Palast von Kokand. Das Bauwerk gehört zu den letzten Großbauten des Islam. Mit ihren leuchtend bunten Farben wirkt die 70 Meter lange Fassade überladen - unerschöpflich jedoch scheint der Reichtum an Ornamenten,: eigenwilligen geometrischen Mustern, Arabesken und floralen Motiven. Etwas weiter erreichen wir die größte Moschee von Kokand, die Dschuma-Moschee. Besonders eindrucksvoll ist der farbig gefasste Iwan mit seinen 98 m hoch aufragenden Holzsäulen. Es geht weiter nach Fergana.
    Fergana ist eine Gartenstadt mit Pappeln, Platanen und Akazien in vielen Parks und auf öffentlichen Grünflächen. Fergana ist aber auch ein Zentrum der Textilwirtschaft, aber auch ein Umschlagplatz für Waren aller Art aus der Region, die man auf dem zentralen Markt sehen kann. Übernachtung in Fergana.

    Tag 72 : Fergana-Tal - Margilan - Andijan - Grenze Usbekistan/Kirgistan - Osch

    Morgens Fahrt durch das Fergana-Tal nach Kuva und Besichtigungen in Margilan, einer der ältesten Städte in Usbekistan. Bereits im 10. Jh. soll es unter den Karakhaniden die Hauptstadt des Fergana-Tals gewesen sein. Heute ist Margilan als die "Seidenstadt" bekannt, da sich hier neben einem der größten Seidenkombinate der Republik Usbekistan ein Seiden-Forschungsinstitut, mehrere Fachschulen und eine bedeutende Kunstgewerbe-Industrie angesiedelt hat. Weiter geht die Reise über Andijan zur Grenze nach Kirgistan bei Dostuk. Nach Erledigung der Grenzformalitäten erwartet Sie unser Team aus Kirgistan zur Fahrt nach Osch
    , die mit 240.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt des Landes, 650 km von Bishkek entfernt. Gelegen in der weiten und fruchtbaren Fergana-Ebene, auf einer Höhe zwischen 870 und 1100 m, wird ihr ein Alter von 3000 Jahren zugesprochen. Osch gilt in Kirgistan als die Stadt mit der bedeutendsten Geschichte. Die Gründung wird gern König Salomon, aber auch Alexander dem Großen zugeschrieben. Das Alter der Stadt läßt sich bis zu Zeiten der Seidenstraße zurückverfolgen. Neben der Seidenstraße führte auch seit dem 3. Jh. v. Chr. die sogenannte Lazuritstraße aus dem Pamir durch das Gebiet. Aufgrund ihrer Lage an der Kreuzung großer Karawanenwege gelangte die Stadt schnell zu Bedeutung und Reichtum. Damals wie heute führten die Karawanenwege über den Irkeshtam Pass nach China (Kashgar) und über den Kyzyl-Art Pass in den Pamir. Übernachtung in einem Hotel.

    Tag 73 : Osch

    Besuch des Sulajman Too. Egal von welcher Himmelsrichtung man sich der altehrwürdigen Stadt nähert, immer sieht man zuerst das von vier Zacken umkränzt wird: den Sulajman Too. Aufgrund seiner historischen und religiösen Bedeutung wurde das Ensemble mit Felsen, Grotte und Mausoleen im Jahr 2009 zum Unesco-Kulturerbe ernannt. Es ist die erste Stätte in Kirgistan, die sich mit diesem Status schmücken darf. Von der Höhe des Berges hat man einen großartigen Blick über die Stadt. Sehen Sie auch die kleine Moschee, Tacht-i-Sulajman, die auch als Baburs Haus bekannt ist. Am Nachmittag besuchen Sie den Dshajma-Bazar von Osch am östlichen Ufer des Flusses Al Buura Aryk. Vor allem dem hinteren (nördlichen) Karree sollte man seine Aufmerksamkeit schenken, denn dort befinden sich das Handwerkerviertel und ein Trödelmarkt, auf dem man alles Erdenkliche kaufen kann. Der Bazar besticht auch durch seinen orientalischen Charakter mit seinen Farben, Gerüchen und Düften. Übernachtung in Osch.

    Tag 74 : Osch - Uzgen - Arslanbob

    Heute sind Sie auf dem Weg nach Arslanbob. Unterwegs erleben Sie bei einem Stopp in Uzgen eine der interessantesten orientalischen Städte auf kirgisischem Boden. Die Stadt, die heute 50.000 Einwohner zählt, hat eine ähnlich bedeutende Geschichte wie Osch. Sie besitzt erst seit 1927 Stadtrecht, aber ihre Ursprünge liegen im 2. Jh. v. Chr. Damals wurde hier auf einer Höhe von 1025 m - an der Stelle, an der sich das Tal des Kara-Darja-Flusses verengt - ein Handelsplatz errichtet. In chinesischen Berichten aus dem 2. Jh. v. Chr. fand der an der Seidenstraße zwischen Kashgar und dem Fergana-Becken gelegene Ort bereits Erwähnung. Nachdem die Karachaniden in den Jahren 990 bis 992 große Teile Transoxaniens, einschließlich des Fergana-Tals, von den Samaniden erobert hatten, wurde das heutige Uzgen die Hauptstadt eines ihrer Teilreiche, neben Kashgar, Balasagun und Samarkand. Bis in das Jahr 1213 war Uzgen eines der Zentren der Karachaniden-Dynastie. 1219 fiel dann die gesamte Fergana-Ebene an das Großreich Dschingis Khans und ab 1370 an das Timuridenreich. Mehrere Bauwerke machen die Stadt einzigartig in Kirgistan.
    Die Reise führt heute weiter nach Arslanbob. Der Ort liegt auf etwa 1500 m Höhe im sogenannten Walnussgürtel, des größten zusammenhängenden Walnussbaum-Gebietes der Welt. Zudem wachsen in den alten Waldgebieten eine Reihe in ganz Zentralsien sehr beliebter Wildfrüchte wie Wildäpfel und Wildplaumen. Mittagessen in einem kleinen Restaurant unterwegs. In Arslanbob unternehmen Sie eine Wanderung zum "kleinen Wasserfall" (26 m) und zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man das Tal überblicken kann. Beim Spaziergang durch den Ort läuft man durch die malerischen Gassen mit Lehmbau-Architektur, die von den Usbeken bevorzugt wurde, weil die Lehmbauten mit Fachwerk an die alte Heimat erinnerten. Übernachtung in Arslanbob in einem Gästehaus.

    Tag 75 : Arslanbob - Jalal Abad - Kazarman

    Weiterreise durch den Südwesten Kirgistans nach Kazarman. Die Kleinstadt liegt im östlichsten Zipfel des Jalal Abad Oblastes (Provinz), der vom westlichen Teil der Naryn Hochebene gebildet wird, und durch das Fergana-Gebirge vom fruchtbaren Fergana-Becken abgeschnitten ist. Auf einer Höhe von 1230 m gelegen, ist das Klima der Stadt durch die Lage in der weiten Senke der Naryn Hochebene recht kontinental und trocken. Mittagessen unterwegs. In Kazarmann lernen Sie wieder gastfreundliche Menschen kennen, für die der Süden Kirgistans bekannt ist. Rundgang durch das Städtchen. Abendessen und Übernachtung in Ihrem Gästehaus.

    Tag 76 : Kazarman - Son Kul See

    Sie verlassen die Kleinstadt und die Reise geht weiter durch eine Schlucht, in der es auf Serpentinenstraßen entlang eines Bergflusses geht. Über den Kyzart Pass (2664 m) erreicht man die Nordküste des Son Kul Sees. Obwohl das Wetter hier auf gut 3000 m Höhe durchaus unfreundlich sein kann, lohnt sich der Aufenthalt wegen der ungewöhnlich schönen Naturkulisse. Mittagessen unterwegs. Ankunft im Jurten-Camp am Son Kul See. Lernen Sie die Gastfreundschaft der Nomaden kennen und erfahren Sie mehr über den Lebensstil und die Gewohnheiten. Abendessen und Übernachtung in der Jurte:
    Optional: Demonstration der nationalen Pferdespiele, Reiten.

    Tag 77 : Son Kul See - Kyzyl Oy

    Wir fahren off-road entlang dem Kokemeren Fluß weiter nach Kyzyl Oy. Landschaftlich kann man das Kokemeren Tal zu den Höhepunkten einer Kirgistan Reise rechnen, denn die Kombination aus dunkelblauem, schnell fließenden Wasser, gelb-rötlichen Bergen und dem intensiven Grün der Auwälder sucht ihresgleichen. Das Bergdorf Kyzyl Oy liegt auf etwa 1800 m Höhe. Erleben Sie die Bilderbuchlandschaft und die umgebenden majestätischen Berge. Übernachtung in einem Gästehaus.

    Tag 78 : Kyzyl Oy - Bishkek

    Die Fahrt führt zunächst Richtung Osten und nördlich weiter über den Too Ashuu Pass (3586 m) in das wunderschöne Suusamyr Tal, einem Paradies für Nomaden und ihre Viehherden. Mittagessen unterwegs. Dann geht es zurück auf eine Fernverkehrsstraße und Sie nähern sich der Hauptstadt Bishkek. In Bishkek Gelegenheit zum Ausspannen nach der Tour über etwas unbequeme Wege. Abendessen und Übernachtung in Bishkek.

    Tag 79 : Bishkek

    Nach dem Frühstück starten Sie zu einer Stadtrundfahrt durch das Herz der Stadt mit dem Ala Too Platz und dem Historischen Museum. Nach dem Museumsbesuch schlendern Sie durch den Eichenpark, einem der beliebtesten Oasen für die Einheimischen. Bishkek ist bekannt als die grünste Stadt Zentralasiens mit seinen zahllosen Parks und Alleen, die die Stadt lebenswert machen. Nachmittags besuchen Sie den örtlichen Osch-Bazar, einen der größten Märkte Zentralasiens für alle Food- und Non-Food-Artikel. Tauchen Sie ein in die orientalische Atmosphäre von Leuten und der vielzahl von Produkten, Farben, Gerüchen und Geschmäckern. Abends lernen Sie typische kirgisische Spezialitäten in einem der besten Lokale der Stadt kennen. Übernachtung in Bishkek.

    Tag 78 : Bishkek - Burana - Cholpon Ata (Sary Oy) am Issyk Kul See

    Fahrt von Bischkek nach Osten Richtung Issyk Kul See. An der Strecke Stop und Besichtigung in Burana. Burana liegt zwölf Kilometer südlich von Tokmak. Hier gründeten die Karakhaniden, die diese Gegend vom 10. bis 12. Jahrhundert beherrschten, eine ihrer Hauptstädte. Obwohl die Mongolen, die hier unter Dschingis Khan einfielen, die Stadt nicht zerstörten, wurde sie im 13. und 14. Jahrhundert aufgegeben und verfiel. Die ehemalige Siedlung umgibt ein Geviert von Wällen, die sich auf einer Fläche von 570 mal 600 Metern erstrecken. Ihre Höhe vier Meter, ursprünglich waren die Wälle einmal acht bis zehn Meter hoch und am Fuß sieben Meter stark. In Steinwürfen voneinander standen Wehrtürme. Das Hervorstechendste, was von der alten Stadt übrig geblieben ist, ist der 24 Meter hohe Stumpf eines Minaretts. Der ursprünglich etwa 45 Meter hohe Bau wurde früher als Steinbruch missbraucht - auf alten Fotos sieht er aus wie eine riesige ausgedrückte Zigarre. Das solide quadratische Fundament reicht 5,6 Meter in die Tiefe. Inzwischen ist die achteckige Basis mit ihren Spitzbögen wieder hergestellt worden, so daß der Turm bestiegen werden kann. Ihn zieren sechs Ornamentbänder aus versetzt gemauerten Ziegeln. Die dazugehörige Moschee ist spurlos verschwunden.
    Issyk Kul See: Im Osten birgt Kirgistan seine beeindruckendsten Naturwunder - die höchsten Tien-Shan-Gipfel und den nach dem Titicaca-See zweitgrößten Hochgebirgssee der Welt. Bevor die Kräfte, die den Tien-Shan auftürmten, in der Kasachensteppe verebbten, schoben sie zwei Bergketten in die Höhe. Das Schmelzwasser der Gipfel füllte den tiefen Spalt, der sich zwischen ihnen aufgetan hatte. Mit 702 Metern ist der Issyk-Kul der vierttiefste See der Erde. Von der Westspitze aus laufen seine Ufer weit auseinander und finden sich erst nach 180 Kilometern wieder. Der Issyk-Kul misst 60 Kilometer an seiner breitesten Stelle und bedeckt eine Fläche von 6236 Quadratkilometern. Damit ist er elfeinhalb mal größer als der Bodensee. Er liegt in der nach dem Ferganabecken größten Senke des Tien-Shan, dessen Gipfel, die ihn im Norden und Süden einrahmen, selbst im
    Sommer mit Schnee bedeckt sind. Wenn das Licht der Abendsonne auf den See fällt, gleichen die Viertausender einer Platinkrone auf dunkelblauem Samt. Die Schönheit des Issyk-Kul ist der Stolz der Kirgisen; ihnen gilt er als heilig. Fast die Hälfte der 688 Kilometer langen Küste ist Sandstrand. Nach der Schwarzmeerküste war dies die größte Badezone der Sowjetunion. Die Nordküste des Issyk-Kul wurde touristisch gut erschlossen, da sie mehr Sonne erhält als das im Schatten der Berge liegende Südufer. Im Durchschnitt scheint hier 2800 Stunden im Jahr die Sonne, und es herrscht das am wenigsten kontinentale Klima im Land. Im Uferbereich ist es etwa 3-5 Grad wärmer als in anderen Teilen Kirgistans, die auf gleicher Höhe liegen. Trotz seiner Lage auf 1608 Metern Höhe friert der See nie zu. Seinen Namen trägt es somit zu Recht: Er bedeutet "heißer See". Man vermutet, dass warme Quellen am Seegrund das Wasser über dem Gefrierpunkt halten, denn rund um das Ostende sprudelt heißes Wasser aus der Erde - für Heilbäder genutzt. Cholpon-Ata: Auf der Höhe der Mitte des Sees liegt der Ort Cholpon-Ata. Der Name bedeutet "Hüter des Morgensterns"; so nennen die Kirgisen den Schutzgeist ihrer Schafe. Übernachtung in einem der besten Hotels am Issyk Kul See.

    Tag 79 : Cholpon Ata - Grigoriev und Semienov Schluchten - Cholpon Ata

    Morgens Ausflug in die Schluchten Grigorjev und Semienov. Sie liegen an der Nordseite des Issyk Kul Sees. Wir besuchen die erste Schlucht Grigorjev und haben dort ein Picknick am Ufer des Sees in der Schlucht. Anschließend wandern wir durch teils bewaldetes Gebiet zur Semienov Schlucht.
    Rückkehr zu Ihrem Hotel am Issyk Kul.

    Tag 80 : Cholpon Ata (Sary Oy)

    Entspannung am Issyk Kul. Gelegenheit zur Entspannung am Pool oder zu einem Spaziergang am Seeufer. Übernachtung am Issyk Kul.

    Tag 81 : Cholpon Ata - Bootsfahrt

    Heute morgen unternehmen wir eine Bootsfahrt auf dem Issyk Kul. Die etwa einstündige Tour zeigt Ihnen verschiedene Ufer- und Strandabschnitte. Rückkehr zum Hotel und Rest des Tages zur Entspannung. Übernachtung am Issyk Kul.

    Tag 82 : Cholpon Ata - Kochkor - Naryn

    Heute reisen Sie weiter nach Naryn. Unterwegs sehen Sie den Ort Kochkor, das bekannt ist für seine Bewohner - die Dunganen. Die Dunganen, chinesische Moslems, hatten sich 1883 hier niedergelassen. Mittagessen bei einer Familie der Dunganen. Es werden traditionelle Speisen gereicht. Später fahren Sie dann weiter nach Naryn. Besuch der Moschee von Naryn. Übernachtung in Naryn.

    Tag 83 : Naryn - Rabat - Torugart Pass Grenze Kirgistan/China - Kashgar

    Bis zur Grenze erleben Sie noch einen Stopp an der Karawanserei Tash Rabat, die aus dem 15. Jahrhundert stammt. Der Reiseleiter auf kirgisischer Seite kann Sie bis zum Staatstor am Torugart Pass (3.752 m) bringen. Es gibt kein Niemandsland. Sie sehen von der kirgisischen Seite bereits die Leute am Staatstor von China. Sie gehen einige Meter (ca. 50 m) mit Ihrem Gepäck und sind am Staatstor Chinas. Ihr Wagen mit Fahrer erwartet Sie an der Grenze und Sie fahren weiter nach Kashgar. Die Grenzformalitäten und Einreisekontrolle erreichen Sie erst nach etwa 110 km entlang der Straße. Nach der offiziellen Einreise fahren Sie noch 60 km bis nach Kashgar. Übernachtung in Kashgar.

    Tag 84 :
    Kashgar

    Nach dem Frühstück geht es zum berühmten Markt (Sonntags noch größer mit Tierverkauf), dem größten Markt in Zentralasien. Hunderte von Pferdefuhrwerken, Rikschas und Fußgänger sind auf dem Weg zum Markt. Es ist ein Reichtum an Farben, Waren und Gerüchen. Besichtigungen in Kashgar mit der Großen Moschee Id Kha, den Abholja Gräbern und der Altstadt. Zeit zu einem Bummel durch die von unterschiedlichen Turkvölkern bewohnten Gassen. Übernachtung in Kashgar.

    Tag 85 : Kashgar - Kucha

    Vormittags Gelegenheit zu Erkundungen auf eigene Faust. Transfer zum Bahnhof. Fahrt mit der Bahn entlang der nördlichen Route der ehemaligen Seidenstraße nach Osten bis nach Kucha, Zug D 2706 13.23/21.47 Uhr. Sie sehen linker Hand die Ausläufer des Tien-Shan Gebirges, das die Provinz Xiniang von Kirgistan im Norden trennt und rechter Hand die Takla Makan Wüste, die schon vielen Entdeckern und früheren Karawanen zum Verhängnis wurde. Ankunft in Kucha. Fahrt zum Hotel in Kucha. Übernachtung in Kucha.

    Tag 86 : Kucha

    Die Stadt Kucha ist mit ihren 150.000 Einwohnern nicht sehr groß, besitzt aber ein attraktives Umfeld. Zu Wohlstand kam es schon frühzeitig in der Region, als die Stadt ein bedeutender Umschlagsplatz für Waren (hauptsächlich Seide und Pferde) entlang der Seidenstraße war. Durch die Zolleinnahmen konnte sich eine eigenständige kuchäische Kultur entwickeln. Schon um die Zeitenwende war der Buddhismus in der Region verbreitet. Es entstanden zahlreiche Klöster, Tempelanlagen und buddhistische Grotten in den nördlichen Gebirgshängen. Der Stadtstaat war um das dritte und vierte Jahrhundert das Zentrum des Hinayana-Buddhismus, aber auch der Mahayana-Buddhismus wurde hier praktiziert. Es ist daher zu vermuten, dass beide Wege friedlich neben einander existierten. Besuch der Kucha Moschee und des Signalfeuerturms von Kizilgaha. Der Turm war aus einer ganzen Reihe von Signaltürmen entlang des Nordrandes der Takla Makan. Während der Tang Dynastie waren diese Türme wichtig für die Übertragung von militärischen Nachrichten, es gibt Überreste von etwa 30 Türmen und der von Kizilgaha ist mit 13,5 m Höhe noch einer der besterhaltenen. Weiterfahrt zu den etwa 75 km nördliche von Kucha gelegenen Buddhahöhlen von Kizil. Diese Höhlen sind im Gegensatz zu den Buddha-Grotten von Bezeklik (Turfan kommt noch) in eine Felswand gegraben worden. Diese liegt oberhalb des Flusses Muzat und beherbergte einst 236 Höhlen, von denen noch 135 intakt und zehn der Öffentlichkeit zugänglich sind. Auch hier wurden viele der Höhlen von den Ausgrabungstätigkeiten durch Alber Grünwedel und Albert von Le Coq gepländert und deshalb befinden sich heute wohl mehr Artefakte im Museum in Berlin als am Originalschauplatz. Die an der Felswand hängende Außenfassade wurde mit Hilfe japanischer Spendengelder und der Unesco 1998 restauriert und für Besucher zugänglich gemacht. Auf der Rückreise nach Kucha besuchen Sie den Tian-Shan Canyon, die wohl beeindruckendste Naturlandschaft der Region. Immer wieder gibt es andere Farben des Gesteins oder ein anderes von oben hineinscheinendes Licht, deshalb ist ein Spaziergang ungeheuer abwechslungsreich. Die steilen, oft über 500 m hohen Wände schlucken häufig jedes Geräusch. Manchmal klingt ein Echo von den eigenen Schritten auf dem weichen Kies am Boden. Millionen Jahre haben der mit Sand versetzte Wind und der Regen die Felswände abgeschmirgelt und abgewaschen. Auf beiden Seiden des Canyons, der teilweise so eng ist, dass man mit den Händen beide Wände berühren kann, ist Gestein in allen möglichen Farbtönen zu sehen, von grau über ocker, braun, gelb, orange und rot. Rückfahrt nach Kucha. Übernachtung in Kucha.

    Tag 87 : Kucha - Korla

    Heute reisen Sie mit dem Wagen weiter auf einer gut ausgebauten Straße nach Osten. Bei Luntai zweigt der Trans Taklamakan Desert Highway nach Süden ab, der im Jahre 2009 fertiggestelt wurde und über 650 km zuerst entlang des Tarim Flusses (Tarim He) und später entlang des Hotan Flusses ins südliche Hotan führt. Sie machen einen Abstecher in die Takla Makan, damit Sie einen Eindruck von der unendlichen Weite des Sandmeeres bekommen. Am späten Nachmittag erreichen Sie Korla. Korla liegt etwa 480 km südlich von Urumqi und ist die kreisfreie Bezirkshauptstadt des Autonomen Monglischen Bezirks Bayingolin. Die Stadt liegt am Südrand des Tien-Shan, auf etwa 1000 m Höhe. Sie besitzt mit fast 450.000 Einwohnern schon der Charakter einer Großstadt. Korla ist das Hauptquartier der Tarim Oil Development Company, die viel Öl aus dem Wüstenboden pumpt. Von hier führt die Nationalstraße G 218 nach Süden, den Ostrand der Takla Makan entlang und dem Tarim Fluss folgend. Zur nächstgrößeren Siedlung Ruoqiang sind es 450 km. Dazwischen liegen zwei einige Oasensiedlungen, aber auch weite Strecken trostlosten Landes. Östlich der Straße liegt die abflusslose Salzebene Lop Nor. Übernachtung in Korla.

    Tag 88 : Korla - Turfan

    Die Fahrt führt Sie weiter nach Osten entlang der alten Seidenstraße Richtung Turfan. Unterwegs erreichen Sie den Bosten Hu (Hu = See), etwa 55 km nordöstlich von Korla auf 1048 m Höhe. Der See ist mit einer Länge von 55 km und 25 km Breite mit einer Fläche von 1400 qkm der größte Süßwassersee Xinjiangs und Chinas. Er wird hauptsächlich von den Schmelzwassern der über 4000 m hohen, nördlich gelegenen Gebirgsketten Sarmin-, Chajdutau- und Bortula im Tien Shan gespeist. Ankunft in Turfan. Übernachtung in Turfan.

    Tag 89 : Turfan

    Die Reise führt Sie weiter durch das Turfan-Becken (154 m unter dem Meeresspiegel), das die tiefste Stelle und das heisseste Gebiet in China ist, nach Turfan. Weiterreise in die Ruinenstadt Jiaohe. Seit alters her war die Oase ein wichtiger Umschlagplatz für die Waren, Pferde, Kulturen und Religionen entlang der Seitenstraße. Daher besaß die Turfan-Region schon immer eine hohe Anziehungskraft für Siedler und Eroberer sowie eine wichtige strategische Bedeutung unter Turkvölkern, Mongolen und Chinesen. Die Ruinenstadt liegt am Zusammenfluss zweier Flüsse, sie war seit etwa 200 v. Chr. der Regierungssitz des lokalen uigurischen Königshauses der Cheshi. Die stadt wurde auf einer hoch über zwei Flüssen liegenden Terrasse gebaut und ständig erweitert. Die weiträumige Größe der Stadt ist selbst heute noch beeindruckend. Besuch des Karez-Zentrums mit einem kleinen Museum, in dem die Technik und die Konstruktion des Kanalsystems von den Bergen in die Oase erklärt werden. Das Emin-Minarett beim Turfan-Museum wurde 1777 zu Ehren des Generals Emin Hoja von seinem Sohn, Prinz Suleiman gebaut. Der Stil ist afghanisch geprägt und der Backsteinturm weist in den Lehmziegeln 15 verschiedene Motive wie Blumen oder Wellen auf. Weitere Besichtigungen in der Umgebung von Turfan. Ausflug zu den "Tausend-Buddha-Höhlen" von Bezeklik. Bezeklik war das Zentrum der buddhistischen Höhlenarchitektur und der wohl bedeutendste religiöse Ort der Region. Die Grotten sind etwa 80 m über dem Steilufer des Mutougou Flusses in die Lößwände gegraben worden. Von den Höhlen haben allerdings nur noch etwa 83 die Zerstörungen der letzten Jahrhunderte überstanden, etwa 40 davon weisen bemalte Wände auf. Tausend Höhlen waren es bestimmt nicht, gemeint sind Höhlen mit tausend Buddhas. Die Erstellung der Höhlen begann wohl um das Jahr 420 und fanden im späten 14. Jh. statt, ehe die türkische Eroberung stattfand. Damit war die Anlage fast durchgehend 1.000 Jahre von buddhistischen Mönchen bewohnt. Weiter nach Gaochang. Die Ruinenstadt Gaochang liegt etwa 45 km südöstlich der Stadt Turfan. Die Übersetzung von Gao Chang lautet "Hohe Wohlhabenheit". Die Stadt wurde in der Zeit des Han-Kaisers Wudi (141 - 87 v. Chr.) gegründet und diente bis Ende der Han-Dynastie (220 n. Chr.) als Gegenpol zur Stadt Jiaohe und als chinesischer Grenzposten am Rand der Wüste. Übernachtung in Turfan.

    Tag 90 : Turfan - Liuyuan - Dunhuang

    Transfer zum Bahnhof. Fahrt mit der Bahn nach Westen bis Liuyuan, Zug D 2706 10.47/14.28 Uhr. Abholung in Liuyuan und Weiterreise nach Dunhuang. Ehe Sie die Stadt erreichen besuchen Sie den Mingshashan (Rauschender Sandberg) südöstlich von Dunhuang gelegen. Er ist eine 40 km x 20 km große Sanddüne. Der Sand hier ist zum Teil rot, gelb, grün, schwarz und weiss. Der nördliche Abhang des Sandberges ist steil abfallend. Wenn man vom Berg nach unten gleitet, rauscht der Sand - daher der Name. Am nördlichen Abhang des Mingshashan liegt eine Oase mit einer neumond- oder sichelförmigen Quelle, der Mondsichelsee. Sie ist 118 m x 25 m groß und 5 m tief. Das ganze Jahr hindurch wird diese Quelle nicht von Sandstürmen begraben - eine Seltenheit der Natur. Die Quelle ist so klar, dass man auf den Boden sehen kann. Übernachtung in Dunhuang.

    Tag 91 : Dunhuang

    Hauptattraktion Dunhuangs sind zweifellos die Magao Ku, die Magao Grotten. Von den ursprünglich über 1.000 Grotten, die als eines der bedeutendsten Zentren des Buddhismus in China gelten, sind nur 492 erhalten, die auf über 4.500 qm Wandfläche einen unglaublichen Bilderreigen buddhistischer Malerei bieten. Der harte Wüstenalltag mit den Porträts der einzelnen Wüstenvölker ist ebenso Thema der Bilder wie die Freuden künstlerischen Schaffens, das aristokratische Leben an der Königshöfen und die Inhalte buddhistischer Sutren oder Legenden zum Wirken der Buddhas und Bodhisattvas. So bieter sich dem Betrachter ein einzigartiger Einblick in das Leben entlang der Seidenstraße. Die rechtechigen oder quadratischen Grotten, die sowohl als Kultstätten als auch Behausungen für die Mönche dienten, sind von unterschiedlicher Größe. Über fünf Etagen sind die Höhlen in den Sandsteinfelsen geschlagen und waren früher über hölzerne Gänge und Treppen untereinander verbunden.
    Nach den Grotten fahren Sie weiter zum Sonnentor Yang Guan. Dieses riesige Tor ist ein Überbleibsel der Großen Mauer. Rückkehr nach Dunhuang. Übernachtung in Dunhuang.

    Tag 92 : Dunhuang - Jiayuguan

    Autofahrt nach Jiayuguan. Besichtigung des 4 km vom Stadtgebiete liegenden Festungsturms, der Burg am Jiayuguan-Pass. Dieser große Festungsbau wurde nach Originalvorlagen nachgebaut und er stellt den Beginn der Großen Mauer dar. Der erste Wachturm der westlichen Großen Mauer liegt am Taolai-Fluss 7,5 km südlich vom Jiayuguan-Pass. 1532 begann man damit, diesen Wachturm, den größten seiner Art, zu bauen. Weitere Besichtigungen: „Die Hängende Große Mauer“ ist 6 km nordwestlich vom Jiayuguan Passes entfernt. Die Mauer wurde mit Kiesel und gelber Erde Schicht auf Schicht erbaut. Ursprünglich war sie 1,5 km lang, wegen Verwitterung aber nur noch 820 m. Die hängende Große Mauer liegt mit 253 m Steigung auf dem Nordhang des Heishan Berges, der 492 m hoch ist und sich um 45 Grad neigt. Deshalb scheint es aus der Ferne, als würde die Mauer über den Himmel hinausragen, woher der Name stammt. Die Mauer besteht aus dem Hauptpfad, Zinnen und drei Beobachtungsstationen. Besuch der Weijin Gräber. Übernachtung in Jiayuguan.

    Tag 93 : Jiayuguan - Zhangye

    Die Reise führt weiter nach Zhangye. Sie besuchen das Linze Danxia Gebirge. Das Danxia Gebirge ist aus rotem Sandstein geformt, der mit der Zeit zu vielen ungewöhnlichen Felsformen erodiert ist. Das Linze Danxia Gebirge ist sehr bunt, in rot, grün, gelb,... Die bunten Hügel steigen und fallen wie die Wellen, mit buntfarbigen Gesteinsschichten in verschiedenen Farben. Gigantisch! Hier ist der Drehort des Films „A Simple Noodle Story", das von dem berühmten Chinesischen Regisseur Zhang Yimou inszeniert wurde. Nachmittags besuchen Sie den im Stadtzentrum liegenden Zhangye Großen Buddha Tempel, der aus der westlichen Xia (1038 - 1227) Periode stammt. Er wurde im Jahr 1098 erbaut. Im Tempel befindet sich der größte liegende Buddha Chinas, weshalb dieser Tempel auch Tempel des Schlafenden Buddha (Wofo Si) heißt. Das Zhangye Museum befindet sich auch im Tempel. Übernachtung in Zhangye.

    Tag 94 : Zhangye - Kumbum - Xining

    Heute morgen Transfer zum Bahnhof und Bahnfahrt nach Xining, Zug D 2672 07.55/11.54 Uhr. Nach der Ankunft Ausflug zum 400 Jahre alten Kumbum Kloster. Mit der Errichtung von Kumbum wurde 1560 zu Ehren des wohl hier zur Welt gekommenen Begründers der Gelbmützenschule (Gelugpa), Tshongkhapa (1357-1419), begonnen. Die erste Anlage war bereits nach 17 Jahren fertig, wurde jedoch später immer weiter ausgebaut. 52 Hallen mit 9.300 Gebets- und Meditationsräumen sowie 3.600 Mönchszellen umfasste das Kloster in seinen besten Zeiten, heute leben hier noch 500 Mönche. Der Abt des Klosters wird als lebender Buddha verehrt. Kumbum bedeutet auf tibtisch "100.000 Buddha Figuren". Rückkehr nach Xining. Übernachtung in Xining.

    Tag 95 : Xining - Ausflug Qinghai See (Koko Nor)

    Ausflug zum Qinghai See. Wie ein weites, blaues Meer breitet sich der mit 4.500 qkm größte Salzwassersee Chinas in 3.300 m Höhe auf dem Qinghai-Tibet-Plateau aus. Ziel des Ausflugs zum auf Tibetisch Koko Nor genannten Qinghai Hu ist die ca. 360 km von Xining entfernte, 500 m lange und 150 m breite Vogelinsel (Niao Dao). Sie ist eigentlich eine Halbinsel und besteht aus zwei Teilen, der östlichen Kormoran-Insel (Luci Dao) und der westlichen sogenannten Eier-Insel (Dan Dao). Letztere trägt ihren Namen, weil hier im April/Mai Zehntausende Vögel ihre Eier legen und ausbrüten. See und Vogelinsel sind Brutplatz vieler, teils seltener Vögel, darunter Möwen, Kormorane, Gänse, Schwäne und Schwarzhalskraniche. Die Monate April-Mai sind Hauptsaison für die Vogelbeobachtung. Im Juni und Juli werden die Jungvögel flügge, auch das ein beeindruckendes Erlebnis. Es gibt mehrere Pavillions, von den aus sich die Vögel unauffällig betrachten lassen. Es gibt herrliche Wandermöglichkeiten durch endlose Weideflächen und in der fantastischen Uferlandschaft. Rückkehr nach Xining am Abend. Übernachtung in Xining.

    Tag 96 : Xining - Xiahe

    Die Fahrt zum 2.920 m hoch gelegenen Kloster Labrang in der kleinen Ortschaft Xiahe führt durch eine herrliche, abwechslungsreiche Löss, Wüsten- und Gebirgslandschaft. In der Qing-Zeit gehörte Xiahe zum Kulturraum der erstarkenden Nation der Tibeter, für die der Ort ein Einfallstor ins Reich der Mitte war. Ihre größte Hinterlassenschaft ist das Labrang-Kloster, das den Ort in einen von Han und Hui sowie einen von Tibetern bewohnten Bereich unterteilt. Der Kreis Xiahe wird auch als "Klein Tibet" bezeichnet. Übernachtung in Xiahe.

    Tag 97 : Xiahe - Labrang - Lanzhou

    Ausflug zum Labrang-Kloster. Der mächtige und weitläufige Komplex des Labuleng Si beherrscht den kleinen Ort inmitten der Berge. Labrang wurde 1709 auf Initiative des Lebenden Buddha (Jiamuyang) E'anzongzhe, dessen Inkarnationen auch heute noch das Kloster leiten, gegründet. Dem Rang nach steht dieser lebende Buddha gleich hinter dem Dalai Lama und dem Panchen Lama, und so ist es kein Wunder, dass sich Labrang schon nach kurzer Zeit zu einem der sechs größten tibetischen Klöster entwickelte. Außerhalb der tibetischen Kernlandes ist Labrang neben dem Kloster Kumbum (bei Xining, Provinz Qinghai) das größte lamaistische Kloster und das wichtigste buddhistische Zentrum der Gelbmützenschule in der nordöstlichen Grenzregion tibetischer Kultur. Die angehenden Mönche, deren Zahl auf 1.800 begrenzt ist, studieren in sechs Fakultäten, die vielleicht wichtigste ist die der tibetischen Medizin. Daneben werden auch Esoterik, Astronomie, Theologie sowie das Rad der Zeit (Kalachakra) gelehrt. Besonders hervorzuheben ist die Schule für Tanz - nicht zuletzt, weil der Besucher die Chance hat, die Mönche beim Üben der Cham-Masken-Tänze oder anderer kultischer Tänze zu beobachten. Ein Pilgerpfad führt um das Kloster, das ein Areal von 860.000 qm umfasst, herum, der im Uhrzeigersinn beschritten wird. Sieht man morgens die oft von weit her angereisten Pilger in religiöser Freude oder tiefer Versenkung das Kloster umwandern, erlebt man eine fremde Welt mit Gebetsmühlen und biddhistischen Schreinen. Besichtigen darf man die Klostergebäude nur im Rahmen einer Führung. Anschließend Fahrt nach Lanzhou. Übernachtung in Lanzhou.

    Tag 98 : Lanzhou - Xian

    Transfer zum Bahnhof und Bahnfahrt nach Xian, Zug D 2652 07.55/10.55 Uhr. Ankunft in Xian. In der alten Zeit auch Chang'an genannt, zählt Xian zu den sieben alten Hauptstädten Chinas. Mit unzähligen Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Dynastien ist Xian eine weltbekannte Kulturstadt und wird "Historisches Museum" genannt. Mit den "10 berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt", die in den letzten Jahren bestimmt wurden, zählt Xian zu den anziehendsten Resiezielen der Welt.
    Nun ist es soweit, Sie fahren zum 40 km östlich von Xian im Bezirk Lintong gelegenen Terrakottaarmee-Museum. Dieses Museum zählt zu den 10 bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Chinas, ein Unesco Weltkulturerbe. Das Museum besteht aus 4 Teilen - drei Gruben und einer Ausstellungshalle: Grube Eins, Grube Zwei, Grube Drei und die Ausstellungshalle der Bronzewagen. Die Gruben wurden so aufgereiht wie die vergrabene Armee, in strikter Übereinstimmung mit den alten Richtlinien über die Kunst des Krieges: Blick nach Osten in Richtung der alten Feinde des Qin Staates (und in Richtung Eingang), mit Grube 1 auf der rechten Flanke, Grube 2 auf der linken Flanke und Grube 3, ein Gefechtsstand, an der Rückseite. Das Museum mit einer Gesamtfläche von 20.000 qm besteht aus drei großen Gruben. Die Grube Eins ist die größte und eindrucksvollste mit der Größe eines Flugzeughangars. Es wird angenommen, dass mehr als 6.000 Terrakotta Figuren von Soldaten und Pferden dort enthalten sind, aber weniger als 2.000 werden gezeigt. Alle der eindrucksvollsten Terrakotta Armee Bilder wurden in Grube Eins aufgenommen. Grube 2: Die Ausgrabungen und Restaurierungen sind noch nicht abgeschlossen in Grube 2 und 3. Sie sehen recht plump aus, nachdem Sie Grube Eins besucht haben, obwohl einige sagen, dass die Grube Zwei der Höhepunkt des Mausoleums ist. Die Grube 2 hat vier faszinierende und strenge Kampfformationen: Reihen mit knienden und stehenden Bogenschützen, einen Wagen in Kriegsanordnung, eine Anordnung mit Wagen, Kavallerie und Infanterie und eine Kavalleriedivision mit verschiedenen Waffen. Die vier Einheiten bilden eine strenge Schlachtordnung. Grube 3 ist die kleinste. Es gibt nur 68 Terrakotta Figuren, von denen viele ohne Kopf sind. Es ist offensichtlich, dass die Grube 3 die Kommandeure beherbergt, da alle einen hohen Rang haben. Anschließend werfen Sie einen Blick in die Ausstellungshalle der Bronzewagen ehe Sie zum Ausgang gehen.
    Besuch der Großen Wildganspagode. 648 ließ der dritte Tang-Kaiser Li Zhi (Gaozong, reg. 649-684) nahe der Tang-zeitlichen Stadtmauer im Süden der Stadt den weitläufigen Tempel der Großen Gnade und Güte (Da Ci En Si) zum Gedenken an seine Mutter erbauen. Anschließend haben Sie die Gelegenheit, ohne Begleitung die Stadtmauer zu sehen. Laufen Sie von der Moschee zurück zum Glockentum und fahren eine Station mit der U-Bahn bis zum mächtigen Südtor (Nan Men) der Stadtmauer. Befestigungsanlagen wie diese stellten stets den heiligsten Teil der Stadt dar. In ihnen ruhte die göttliche Kraft, die unabdingbar für den Schutz einer Stadt war. Man kann am Südtor auf die Stadtmauer steigen und auf der 13,7 km langen, 12 m hohen und oben bis zu 14 m breiten Mauer entlangspazieren oder mit dem Fahrrad in knapp zwei Stunden komplett umrunden. Übernachtung in Xian.

    Tag 99 : Xian - Peking

    Morgens weitere Besichtigungen in Xian. Erleben Sie den Dacienci Tempel aus dem 7. Jh. und es geht weiter zum Stelenwald-Museum. Es ist im ehemaligen Konfuzius-Tempel untergebracht und beherbergt die vollständigste und größte Stelensammlung Chinas, ein einzigartiges, 2.300 steinerne Stelen umfassendes Dokument chinesischer Geschichte. Bis in die Tang-Zeit war der Buchdruck unbekannt. Bereits in der Zeit der streitenden Reiche hatte man daher begonnen, wichtige Schriften, offizielle Dokumente, aber auch Gedichte auf großen Steinblöcken, sogenannte Steintrommeln, einzugravieren, um sie für die Nachwelt zu erhalten. In der Han-Dynastie verwendete man erstmals die handlicheren Stelen. Dann sehen Sie die Große Moschee. 742 stand an dieser Stelle ein erster islamischer Kultbau. In der grühen Ming-Zeit erhielt er auf Anweisung des Kaisers und Dynastiegründers Taizu seine heutige Form. Mit dieser Geste ehrte der Herrscher die Hilfe der Hui-Muslime beim Kampf gegen die monolische Fremdherrschaft. Mittags Transfer zum Bahnhof und Bahnfahrt nach Peking, Zug G 88, 13.30/17.55 Uhr. Fahrt zum Hotel in der Innenstadt. Übernachtung in Peking.

    Tag 100 : Peking - Abreise

    Transfer zum Flughafen oder Bahnhof zu Ihrer Weiterreise. Selbstverständlich buchen wir für Sie auch einen weiteren Aufenthalt, damit Sie die "Erlebnisse auf Marco Polos Spuren" noch einmal Revue passieren lassen können.




Ihr Ansprechpartner

Udo Reingruber

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Anzahl Personen 2 4

EZ-Zuschlag

Mittlere Hotelkategorie 21.955 17.898 auf Anfrage

Individualreise - Preise in Euro pro Person ab Istanbul/bis Peking, gültig vom 01.01. - 31.12.2019.

Im Preis eingeschlossene Leistungen:
  • Unterbringung in der mittleren Hotelkategorie
  • Verpflegung: Frühstück, in Kirgistan Vollpension
  • Alle Transfers
  • Alle Eintrittsgelder
  • Rundreise mit Wagen und Fahrer
  • Bahnfahrten wir angegeben
  • Englischsprachige, örtliche Reiseleitungen
  • oder englischsprachiger Driver Guide
  • Mineralwasser
  • Visumunterstützung
Nicht im Preis eingeschlossen:
  • Visagebühren für die Botschaften
    Türkei ohne Visum
    Iran EUR 50 über die Botschaften
    Turkmenistan EUR 45 über die Botschaft in Berlin
    Usbekistan EUR 70, E-Visa über die Botschaft in Berlin
    Kasachstan und Kirgistan - kein Visum notwendig
    China EUR 161,50 per Post über die Visumagentur
  • Ausgaben persönlicher Natur
  • Weitere Mahlzeiten
  • Foto- und Filmgebühren in den Besichtigungsstätten
  • Trinkgelder
 

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